6G9A7028.jpg

Das Beste aus zwei Welten - Im Gespräch mit Jannike Heimburger

Das Interview führte Andreas Stanita
Foto: Julian Beekmann

Ihre Begeisterung für Mode sieht man auf den ersten Blick – ihr Gespür im Umgang mit Menschen bemerkt man im ersten Gespräch. Im Interview verrät Jannike, welches die Parallelen zwischen Mode- und Immobilienwelt sind und wie es ist, sich mit Mama Ingrid das Büro zu teilen.

Jannike, seit wann sind Ingrid und du ein gemeinsames Team?

Im Grunde seit meiner Teenagerzeit. Wohnungs- und Hausbesichtigungen fand ich schon im Alter von 14 Jahren super spannend und habe meine Mutter so oft es ging auf Termine begleitet. Teamwork im professionellen Sinne betreiben wir aber erst seit 2017, also seit rund zwei Jahren.

Ist der Heimburger-Shop ein zweites Wohnzimmer für dich geworden?

Absolut. Ich bin ja praktisch täglich hier – außer ich bin gerade auf Besichtigungstermin. Ein schöneres Büro und eine bessere Lage kann man sich kaum vorstellen. Mittags mal eben schnell rüber in die Bar Centrale gehen und sich was zum Lunch holen: ich liebe das. Außerdem ist es einfach toll, dass unsere Kunden jetzt eine Anlaufstelle haben und hier spontan auf eine Tasse Kaffee vorbeikommen können. So lernt man sich gleich auf persönlicher Ebene kennen.

Apropos persönliche Ebene – wie ist es denn, sich mit der Mutter das Büro zu teilen?

Das ist schon was Besonderes. Wer uns kennt, weiß, dass wir zwei sehr emotionale Persönlichkeiten sind. Da bleibt es nicht aus, dass man auch mal lebhaft diskutiert. Der Vorteil liegt aber auch gerade in unserem authentischen Umgang miteinander. Wir machen uns gegenseitig nichts vor und kommunizieren ganz klar und geradeaus miteinander.

Stand für dich schon immer fest, dass du in die Fußstapfen deiner Mutter treten würdest?

Nein, nach der Schule wollte ich zuerst unbedingt in die Modebranche. Zunächst habe ich bei Dorothee Schuhmacher in Mannheim eine kaufmännische Ausbildung gemacht. Danach war ich einige Zeit für Chanel in München tätig. Mit der Eröffnung unseres Heimburger-Shops in Neuenheim wurde klar, dass meine Mutter hier professionelle Unterstützung brauchen würde. Das war für mich der Zeitpunkt, mich in Richtung Immobilienwelt zu orientieren.

Gibt es denn Parallelen zwischen den beiden Branchen?

Auf jeden Fall. Gerade in punkto Kundenkontakt habe ich bei Chanel viel gelernt, was mir jetzt weiterhilft. Kunden blitzschnell richtig einschätzen, ihre Wünsche und Bedürfnisse rasch erfassen und stets den Überblick über das aktuelle Angebot behalten – da gibt es viele Parallelen. Und auch bei Foto-Shootings geht es ähnlich zu: gefragt sind Improvisationstalent und die Bereitschaft, selbst mit Hand anzulegen, zum Beispiel bei der Deko. Das macht irre viel Spaß und liegt mir einfach.

Bleibt zu hoffen, dass du der Immobilienbranche noch lange die Treue hältst …

Der Quereinstieg vor zwei Jahren war eine Spontanaktion, aber mittlerweile kann ich es mir sehr gut dauerhaft vorstellen. Es ist wohl Fügung: ich fühle mich hier einfach angekommen. Ich genieße die Möglichkeiten, mich einzubringen, und kann auch meinen Sinn für Ästhetik voll ausleben. Wenn ich einen erfolgreichen Abschluss erziele, weil ich meinen Job so mache wie ich ihn eben mache, dann erfüllt mich das ungemein. Das will ich nie wieder missen.

Und was macht Jannike Heimburger als Ausgleich zum erfüllten Arbeitsleben?

Oh – Ausgleich schaffen ist wichtig. Wenn es zeitlich irgendwie hinhaut, versuche ich, regelmäßig ins Fitnessstudio zu gehen. Leider bin ich da nicht ganz so konsequent wie mein Bruder Fabian, aber ich arbeite daran.

 
 
 

Zu den anderen Artikeln

Übersicht

Übersicht

Intendant Holger Schulze

Intendant Holger Schulze

Seyfarth Einrichtungen

Seyfarth Einrichtungen

Bulthaup Heidelberg

Bulthaup Heidelberg

Fred Heimburger

Fred Heimburger