Ehemalige Relaistation von Jean Dumont in der Provence

Preis
1.100.000 €
Wohn­fläche
306 m²
Grund­stücks­fläche
20000 m²
Zimmer
5
Provision
3,57% inkl. Mehrwertsteuer
Auf einem Bergrücken im Norden des Vaucluse, mitten im Wald der Dentelles de Montmirail, thront auf 722 Metern Höhe eine ehemalige Richtfunkstation aus den 1970er Jahren, die in den letzten Jahren zu einem ultramodernen Wohnhaus umgebaut wurde. Mit einem 360°-Blick über das Rhône-Tal, die Drôme, den Mont Ventoux, die Vaucluse-Berge und die Alpilles ist dieses Anwesen ein wahres Adlernest – und ein architektonisches Unikat mit eigener Geschichte.
Erreichbar ist das 2 Hektar große Grundstück ausschließlich über einen Privatweg, der bis zum Gipfel führt. Schon am Eingang empfangen einen zwei imposante, mittlerweile stillgelegte Richtfunkschüsseln, die wie metallene Wächter an die industrielle Vergangenheit des Ortes erinnern. Das Gebäude selbst wurde 1978 von Jean Dumont, dem damaligen Chefarchitekten für zivile Bauten und nationale Paläste, für die französische Telekommunikationsbehörde entworfen und war bis Anfang der 2000er Jahre Teil der Richtfunkstrecke Lyon-Marseille.
Seit 2010 wurd...
Auf einem Bergrücken im Norden des Vaucluse, mitten im Wald der Dentelles de Montmirail, thront auf 722 Metern Höhe eine ehemalige Richtfunkstation aus den 1970er Jahren, die in den letzten Jahren zu einem ultramodernen Wohnhaus umgebaut wurde. Mit einem 360°-Blick über das Rhône-Tal, die Drôme, den Mont Ventoux, die Vaucluse-Berge und die Alpilles ist dieses Anwesen ein wahres Adlernest – und ein architektonisches Unikat mit eigener Geschichte.
Erreichbar ist das 2 Hektar große Grundstück ausschließlich über einen Privatweg, der bis zum Gipfel führt. Schon am Eingang empfangen einen zwei imposante, mittlerweile stillgelegte Richtfunkschüsseln, die wie metallene Wächter an die industrielle Vergangenheit des Ortes erinnern. Das Gebäude selbst wurde 1978 von Jean Dumont, dem damaligen Chefarchitekten für zivile Bauten und nationale Paläste, für die französische Telekommunikationsbehörde entworfen und war bis Anfang der 2000er Jahre Teil der Richtfunkstrecke Lyon-Marseille.
Seit 2010 wurde das Bauwerk Schritt für Schritt zu einem Wohnhaus mit knapp 305 m² Wohnfläche umgewandelt, wobei die charakteristischen Linien und 15°-Winkel der Originalarchitektur bewusst erhalten blieben. Die Wände wurden mit vor Ort gegossenem Stahlbeton erneuert, mit einer Quarzbeton-Oberfläche und einer Verkleidung aus regelmäßig angeordneten Natursteinen versehen. Wo früher Industrieöffnungen und Lüftungsschächte saßen, lassen heute große Fenster und Terrassentüren das Licht hereinströmen. Auch der Pool aus gestrichenem Stahlbeton wurde direkt in den natürlichen Hang gegossen.
Das Gebäude verteilt sich auf drei Ebenen unter weitläufigen Betondachterrassen. Das Untergeschoss, das sich an den natürlichen Geländeverlauf anpasst, nimmt etwa ein Viertel der Gesamtfläche ein und wartet noch auf seinen Ausbau – aktuell dient es als Lager- und Kellerraum mit Stampflehmboden und sichtbarem Fels. Hier liegt großes Potenzial für individuelle Gestaltung.
Über eine breite, in den Hang gegossene Außentreppe gelangt man in die Beletage. Empfangen wird man von einem doppelten Eingangsbereich: zunächst ein halbüberdachter Patio, dann der eigentliche Innenraum, getrennt durch eine massive Metallgittertür. Die ultramoderne Innengestaltung antwortet selbstbewusst auf die Großzügigkeit der Räume – allgegenwärtiger Sichtbeton trifft auf gedämpfte ockerfarbene Wände, unbehandelte Holztüren auf minimalistische schwarze Stahlrahmen und Lauze-Schieferböden. Der Nordteil dieser Ebene beherbergt die Technikräume: eine Regenwassersammelanlage versorgt das gesamte Haus, die Solaranlage auf dem Dach macht das Anwesen energetisch nahezu autark – ein Leben weitgehend unabhängig von externer Versorgung ist hier möglich. Der Südteil wird von zwei großzügigen Räumen eingenommen: einem lichtdurchfluteten Wohnzimmer mit Bibliothek und einer offenen Küche, an die sich eine weitläufige Terrasse mit besonders spektakulärem Blick auf die Dentelles Sarrasines anschließt.
Im zweiten Obergeschoss befinden sich drei großzügige Schlafzimmer und zwei individuell gestaltete, avantgardistische Badezimmer. Auf der ursprünglichen Betondecke wurde hier verdichteter Fichtenholzboden verlegt. Die Proportionen sind durchgehend stimmig zur Architektur, und südfranzösische Akzente in Farb- und Materialwahl verleihen den Räumen Wärme – etwa die traditionellen Provence-Fensterläden in charakteristischem Olivgrün, die an den breiten doppelverglasten Fenstern angebracht wurden. Der Blick aus jedem Schlafzimmer nach Süden und aus jedem Badezimmer nach Norden ist schlicht atemberaubend.
Eine zweite, weitläufige Dachterrasse öffnet sich nach Westen, Süden und Norden und bietet eine Alternative zur Süd-Terrasse an der Küche. Auf einem Teil dieser Fläche stehen noch die originalen Stahlträger, auf denen einst die Richtfunkschüsseln montiert waren – ein stilles Zeugnis der ursprünglichen Funktion des Hauses.
Das eingefriedete Grundstück erstreckt sich über 2 Hektar rund um und unterhalb des Gipfels. Dornenbüsche, Pinien und eine kleine terrassierte Futterwiese prägen das Gelände. Verglichen mit der unendlich wirkenden Wald- und Berglandschaft ringsum mag die Fläche fast bescheiden wirken – doch das Anwesen ist von keinem Nachbarn einsehbar, der nächste wohnt zehn Autominuten entfernt. Hier triumphiert die Natur über die Hügel der Provence.

Die Lage ist günstig zwischen wilder Natur und kultureller Vielfalt: Etwa 15 Minuten nach Malaucène, 30 Minuten nach Carpentras, 40 Minuten nach Orange mit TGV-Bahnhof und Anschluss an die Autobahnen A7 und A9. Avignon mit TGV-Bahnhof und Flughafen ist in einer Stunde erreichbar, der Flughafen Marseille-Provence in zwei Stunden. Die Region ist berühmt für ihre Kletterfelsen und Wanderwege, ihr Olivenöl mit geschützter Ursprungsbezeichnung, die Côtes-du-Rhône-Weine, Trüffel und ihr historisches Erbe mit neun denkmalgeschützten Bauten. Sablet, Gigondas, Beaumes-de-Venise, Vaison und Malaucène zählen zu den bekanntesten Dörfern der Umgebung.
Ob als Familienwohnsitz, Panorama-Restaurant, Künstlerresidenz oder Rückzugsort fernab jeglicher Geräusch- und Lichtverschmutzung – dieser Ort lässt Raum für viele Visionen. Wo die Sonnenstrahlen die Landschaft streicheln, ist der Himmel die Grenze.

- Architektonisches Unikat von Jean Dumont (1978), umgebaut ab 2010
- 305 m² Wohnfläche auf 2 Hektar Grundstück
- 360°-Panoramablick auf Rhône-Tal, Mont Ventoux, Vaucluse und Alpilles
- 3 große Schlafzimmer, 2 designorientierte Badezimmer
- Lichtdurchflutetes Wohnzimmer mit Bibliothek und offener Küche
- Zwei großzügige Dachterrassen
- Gestrichener Stahlbeton-Pool, in den natürlichen Hang gegossen
- Wärmepumpe als Heizsystem
- Solaranlage und Regenwassersammelanlage – nahezu energetische Autarkie
- Lauze-Schieferböden im Erdgeschoss, verdichtete Fichtendielen im OG
- Traditionelle Provence-Fensterläden in Olivgrün
- Doppelverglaste Fenster mit schwarzen Stahlrahmen
- Untergeschoss mit Ausbaupotenzial (~25% der Gesamtfläche)
- Private Abwasseranlage mit Klärgrube
- Zwei historische Richtfunkschüsseln als skulpturale Eingangsmarkierung
- Privater, nicht einsehbarer Zugang über Privatweg
- Grundsteuer: 1.700 €/Jahr