Sowohl als auch, wir kennen uns seit der fünften Klasse. Schon damals saßen wir gemeinsam am Tisch und haben gezeichnet und getextet. Irgendwann kam dann parallel zum Studium an der Kunstakademie (Valentino) und Studium der Philosophie (Marvin) das Plattenauflegen dazu. Danach war klar: Wir müs- sen das alles irgendwo bündeln.
Für uns sind das Elemente, die zusammengehören. Das war auch schon immer so. Bei den ersten Partys haben wir die Flyer selbst gestaltet, beim Musiklabel die Grafik und Cover für die Platten. Es macht Spaß, sich mit verschiedenen Medien zu beschäftigen, auf diese Weise wird es auch nicht langweilig.
Dass der Laden zu diesem Ort wurde, liegt an den Leuten, die dort seit Jahren hingehen und natürlich an den Menschen die dort arbeiten und gearbeitet haben. Das hat sich immer weiter aufgebaut. Uns ist sehr wichtig, dass man gerne an die Orte geht, an denen wir etwas mit Public Possession machen.
Schwer zu sagen, das ist einfach passiert. Unsere Arbeitsweise ist ein Mix: Analog und Digital, Grafik und Text, Humor und Ernsthaftigkeit, Kollaborationen und Solo. Glück und Recherche. Studioarbeit und Live-Aktionen.
Wir haben P.P. von Anfang an mit der Intention gegründet, nur das zu machen. Mit Auf und Ab hat das bisher auch ganz gut geklappt!
Die Namenssuche war sehr schwer. Am Ende sind wir bei Public Possession gelandet, weil es eine Idee vermittelt. Die Idee, dass wir Dinge gerne teilen.
Das ist ein ständiger Prozess und wir lernen jeden Tag aufs Neue. Gerade freuen wir uns sehr, dass das Interesse an P.P. so groß ist. Das bedeutet aber auch, dass wir unsere Zeit noch besser einteilen müssen. Zum Glück haben wir ein tolles Team, das organisch mit uns gewachsen ist. Ohne die wären wir verloren…
Räume sind immer nur Mittel zum Zweck. Und das ist für uns schon primär das Zusammenkommen mit anderen Menschen. Aber man kann Räume natürlich so gestalten, dass die Menschen sich dort auch wohlfühlen, Spaß haben, mit einem positiven Gefühl nach Hause gehen. Das ist eine der Hauptaufgaben von Public Possession.
( Marvin ) Ich brauche Sauberkeit und ein gewisses Level an Ordnung (das bei uns daheim quasi nie erreicht wird). Davon abgesehen bin ich ein Sammler: Platten, Bücher, Vasen, Keramik und vieles mehr.
( Valentino ) Für mich spielen Licht und Material die größte Rolle. Und die Möglichkeit, ins Freie treten zu können. Einen Balkon, eine Terrasse oder einen Hof zu haben, ist für mich essenziell.
München ist ein Dorf. Jeder kennt jeden, wir mögen das sehr.
Wir hatten hier in München immer tolle Leute, die uns den Weg gezeigt haben. GOMMA, SmalPaze und Benny Röder zum Beispiel. Darüber hinaus sind wir große Fans von den alltäglichen Dingen: Signage von Gewerken, kulturelle Symbole. Also Grafik, die nicht als Design gesehen wird.
Viel ausprobieren und dem eigenen Instinkt folgen. Fehler machen. Spaß haben. Nicht aufhören. (Man muss) nicht alles allein machen; der große Vorteil bei Public Possession ist, dass es immer eine zweite Meinung gibt.






