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zu Besuch bei Chris in Düsseldorf
zu Besuch bei Chris in Düsseldorf über die Gemeinsamkeit von Trends in Mode und Interior und Einrichten mit allen fünf Sinnen

Chris wohnt seit knapp neun Monaten in seinem neuen Architekten-Haus in der Nähe von Düsseldorf, für das er schon bei der ersten Besichtigung Einrichtungs-Visionen im Kopf hatte. Neues wagen, die stetige Veränderung im eigenen Zuhause, aber auch ein sicheres Farbkonzept inklusive dem Luxus der Farbe Blau machen das Projekt "Haus Einrichten" für ihn zur kreativen Chance statt Herausforderung.

Chris, du lebst noch nicht allzu lange in deinem Haus bei Düsseldorf - Nach welchen Kriterien hast du es ausgewählt und hast du dich bewusst gegen eine Wohnung entschieden? Hast du Einfluss auf den Grundriss und die Ausstattung nehmen können?

Ich lebe seit etwas über 9 Monaten in meinem Eigenheim und habe dafür Ende letzten Jahres eine sehr geliebte Düsseldorfer Mietwohnung aufgegeben. Tatsächlich war es eher eine ungeplante Aktion, auf Haussuche zu gehen, doch war klar, dass ich in möglichst naher Zukunft Eigentum besitzen wollte. Wichtig war, dass es ein Haus wird und keine Wohnung. So ist es von oben bis unten etwas Eigenes, gerade auch was die Ruhe angeht. Das Haus war ein echter Glücksgriff, denn es stand bereits im fertigen Zustand und wurde von Architekten entworfen, die zunächst selbst einziehen wollten. Für mich erfüllte es alle Kriterien, die ich an ein selbst geplantes Haus gehabt hätte: Qualitativ hochwertige Materialien, eine offene Wohnfläche, sehr große Fenster, ein kleiner Garten, hohe Decken, modernste Technik und Vieles mehr. Natürlich würde man im Nachhinein immer etwas verändern, aber das mache ich ja auch so oder so immer mit Interior. Die Basis ist super.

Wir können uns vorstellen, wie groß die Herausforderung war, den Platz entsprechend zu füllen. Wie bist du das Projekt angegangen?

Für mich ist das alles andere als eine Herausforderung, sondern eine Chance mich kreativ auszutoben. Schon bei der ersten Besichtigung habe ich den Verkäufern genau gesagt, wo was hingestellt wird und welche neuen, aber auch bestehende Teile ich mir für die Räume vorstellen könnte. Meine Leidenschaft war wohl direkt zu spüren, weshalb ich vielleicht auch die Zusage bekommen habe. Ich habe einen recht kreativ chaotischen Denkprozess. Dank meiner räumlichen Vorstellungskraft habe ich auch alle vorherigen Wohnungen vorab im Kopf eingerichtet und dabei auch meistens schon die Möbel dafür bestellt. Für die Gardinenwand im Wohnzimmer war beispielsweise auch bereits alles geplant, nur dauert die Umsetzung halt gerne. Ehrlich gesagt ist das mit Inneneinrichtung ein wenig wie mit Mode: Es gibt It-Pieces oder Statement pieces, die entsprechend in den Vordergrund gestellt werden und die man gekonnt mit Nebenakteuren in Szene setzt. So wird nicht nur das Outfit perfekt, sondern auch das Interior Design daheim. Alles auf einmal zu kaufen macht natürlich keinen Spaß und ist zudem nicht immer machbar, gerade wenn man auf diverse namenhafte Klassiker setzt. Für mich ist es ein ständiger Veränderungsprozess und das bedeutet, dass neue Teile im Haus hinzukommen, man etwas anders kombiniert oder mal eine Wand gestrichen wird. Es bedeutet aber auch, dass gewisse Teile aktuell oder generell in meinen Augen nicht mehr passen, die ich dann gerne veräußere, um anderen damit eine Freude in ihrem Zuhause zu bereiten. 

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und was ist dir wichtig, dass du dich wohlfühlen?

Ich würde sagen Mid Century oder Japandi greift einen recht großen Teil meines Stils ab. Natürlich mag ich hier und da auch einen Hauch Farbe und ausgefallenes Design. Gerade ein knalliges Blau hebt bei mir die Stimmung und ist schon so eine Art Markenzeichen geworden. Ich mag gerne natürliche Materialien in neutralen Tönen. Um mich wohlfühlen zu können, gehe ich gerne so vor, dass alle fünf Sinne bedient werden: 

  1. Sehen: Visuell muss für mich alles einen gewissen Flow haben, denn bei den vielen Design Teilen darf es nicht zu überladen wirken, was durchaus ein schmaler Grad sein kann. 
  2. Riechen: Guter Duft darf in der Luft liegen. In den dunklen Monaten mag ich eher etwas holziges mit Amber-Noten, in den warmen Monaten eher Frisches/Zitrisches/Krautiges. 
  3. Hören: Immer gerne Sommer House Vibes mit einem Touch Disko, die neben Entspannung auch gute Laune bringen. Gerade wenn Besuch da ist, darf es ein Gefühl sein, dass man mitwippt, sich bewegt, auch wenn nicht getanzt wird. Stimmungsmacher halt! 
  4. Fühlen: Ich mag diverse Materialien mit unterschiedlicher Haptik im Mix. Von Stein über Holz, Stoff, Metall zu Papier ist alles dabei. Ein gutes Beispiel ist mein grobporiger Travertin Esstisch. Er lädt einfach zum Anfassen ein. 
  5. Schmecken: Zum Wohlfühlen gehört natürlich auch gutes Essen und leckere Drinks, denn bekanntlich geht Liebe durch den Magen. Ich koche total gerne und da gibts auf Instagram auch so einige Einblicke. Wer könnte schon frische cremige Trüffelpasta oder ein fluffiges Tiramisu ablehnen?! – Ich zumindest nicht. 

Woher kommt deine allgemeine Leidenschaft für Interior Design und die Liebe zu den immer wieder auftauchenden blauen Details zwischen all den Klassikern?

Ich war schon immer kreativ und künstlerisch unterwegs, was sich über die Jahre weiterentwickelt hat. Ob Kunst, Architektur oder Inneneinrichtung: Ich fand all das schon als Kind interessant und wollte es, wo möglich, auch selbst ausprobieren. Vieles ergibt sich bei mir intuitiv, wenn ich außerhalb meines gewohnten Umfeldes Inspiration sehe. Einiges geht aber auch nun mal über Ausprobieren und Erfahrung. Wir alle erinnern uns an die erste eigene Wohnung, den ersten low-Budget DIY Versuch, oder den sich ändernden Stil über die Jahre. Ja auch da waren einige Sachen dabei, die man im Nachgang, selbst mit kleinem Budget, anders machen würde. Mit dem Haus war für mich zumindest klar, dass ich auf weitere Klassiker setzen mag. Das Blau ist mal stärker, mal dezenter unterwegs, zieht sich aber seit Jahren durch. Ich habe mir vor einiger Zeit Gedanken gemacht welche Farbe mir neben neutralen Tönen besonders zusagt, eine gewisse Art Luxus ausstrahlt, zu vielen anderen Farben passt, Ruhe wie Motivation bringt und etwas Besonderes für mich bedeuten würde. 

Gibt es besondere Trends, die du gerade wahrnimmst und die du besonders spannend findest?

Gerade im Interior Bereich kommen jede Saison viele neue tolle Teile dazu, aber manche Klassiker bleiben einfach bestehen. Das finde ich spanned, denn der Mix aus modern und zeitlos macht’s interessant. Ich mag meinem Zuhause einen gewissen besonderen Touch verleihen, indem ich asiatische Elemente, Mid Century Möbel, Reisemitbringsel und auch Vintage Gegenstände im Einklang mit besonderen Pflanzen kombiniere. Ich nehme wahr, dass zeitloses Design sich einfach bewährt, egal, in welchem Raum. Zudem ist es auch nachhaltig, auf entsprechende Qualität zu setzen, selbst bei einem guten gebrauchten Fund. Wer weiß ehrlich gesagt schon in der schnelllebigen Zeit, was in der nächsten Minute Trend wird. Vielleicht setze ich ja demnächst auch noch einen. Lust hätte ich drauf. 

Woher nimmst du deine Inspiration und wie hast du deinen eigenen Stil gefunden? Gerade bei Instagram gibt es so viele Accounts, dass es oft schwer fällt, sich zu entscheiden...

Inspiration gibt es an jeder Ecke, offline wie online. Ich finde meine auf Webseiten oder Social Media, aber gerne auch auf Reisen, in Restaurants, Stores, Hotels & Co.. Design live und in Farbe zu sehen und auch anfassen zu können, macht vieles her. Über die Jahre findet man seine bevorzugten Formen, Materialien und Farben, die sich aber auch immer wieder weiterentwickeln. Alles geht über Ausprobieren, denn vieles lernt man vielleicht erst nach einer gewissen Zeit zu schätzen. So ungefähr läuft mein Prozess auch weiterhin, denn ich mag Neues wagen und stetige Veränderung.

Zum Abschluss haben wir noch drei kurze Fragen:

  • Welcher Song darf keinesfalls in unserer Spotify-Playlist fehlen?
    Peggy Gou - It Makes You Forget (Itgehane)
  • Welches Coffee Table Book lohnt sich wirklich - nicht nur als Deko?
    The Monocle Book of Italy: a grand tour of design, business, food & fashion - Thames & Hudson Verlag
  • Interior Accounts, die wir kennen müssen
    @arvinolano - einfach ein mega Einrichtungsstil! 
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