Portrait
Interior-Blogger Damon aka @anothachoppa
Interior-Blogger Damon aka @anothachoppa über die Interior Bubble, seinen Alltag als Instagram-Instanz und unterschiedlicher Styles

Wer steckt hinter dem legendären Interiorkanal @anothachoppa?

Foto Credit Titel: @cationz

Lieber Damon, wer sich für Interior interessiert und auf Instagram unterwegs ist, kommt an deinem Kanal @anothachoppa nicht vorbei. Mit über 300k Followern bist du zu einer Art Kurator in der Interior-Instagram-Bubble geworden. Wie kam es dazu?
Zunächst einmal vielen herzlichen Dank für die netten Worte, das bedeutet mir wirklich viel! Design und Ästhetik waren schon immer Themen, die mich über unterschiedlichste Lebensbereiche hinweg interessiert haben. Dahingehend habe ich aus reiner Leidenschaft und Freude schon immer gerne Beiträge gespeichert, welche mir besonders gefallen haben. Des Weiteren ist Instagram bis heute die Plattform, mit der ich mich am ehesten identifizieren kann, da ich selbst gerne fotografiere. Ich entschloss mich also dazu, meine Sammlung an Interior-Bildern auf einem Account zu teilen, mit dem Hintergedanke einen digitalen Raum zu schaffen, welcher anderen dabei helfen soll Inspiration, Ideen und neue Denkanstöße im Hinblick auf die eigenen vier Wände zu sammeln. Was 2021 sehr spontan als kleines Moodboard begann, entwickelte sich schnell zu einer einzigartigen, internationalen Community.

Die Accounts, denen du eine Bühne gibst, sind nicht zwangsläufig groß oder haben viele Follower. Wie wählst du deinen Content aus und wie viel Zeit nimmt die Recherche in Anspruch?
Für die Vorgehensweise gibt es kein bestimmtes Schema. Es ist ganz einfach - Ich wähle was mir gefällt. Viele der Bilder kommen aus der Community, von Accounts die Anothachoppa markiert haben. Andere Bilder finde ich auf der Explorepage. Jedenfalls speichere ich immer noch alles, was mir gefällt und wähle ganz intuitiv, wie der nächste Beitrag aussehen soll.
Wie lange die Recherche für passende Bilder in Anspruch nimmt, lässt sich kaum beantworten. Es gibt Tage, an denen ich viel Zeit investiere und es gibt Tage an denen das nicht so ist. Laut meinen Insights verbringe ich durchschnittlich 1h 5min am Tag auf der Plattform.

Kannst du einschätzen, was deinen Account so erfolgreich bzw. so einflussreich macht?
Ich versuche jegliche Prozesse nicht allzu sehr zu überdenken, um somit möglichst authentisch und direkt zu handeln. Alles ist mehr oder weniger intuitiv gesteuert. Meine Beiträge haben meist eine sehr schlichte Caption, welche das Grundprinzip des Minimalismus im Hinblick auf die Uploads widerspiegelt. Zudem wird mir manchmal zugetragen, dass ich wohl „ein Auge für Ästhetik“ habe. Vielleicht spielt auch das eine Rolle bei der erfolgreichen Kuration. Betrachtet man Erfolg im Kontext von Social Media allerdings als das Generieren einer bestimmten Reichweite oder einer konkreten Anzahl an Followern, dann geht es vor allem um Konsistenz, qualitätsorientierte Beiträge und ein bisschen Glück.

Foto Credit unten: links @charlottetaylor, rechts @kateemao

Hast du im „echten Leben“ etwas mit Design zu tun oder ist es deine private Leidenschaft, der du mit deinem Account Ausdruck verleihst?
Wie bereits erwähnt hatte ich schon immer ein grundsätzliches Interesse gegenüber dem Thema und tatsächlich habe ich während der Schulzeit, zumindest kurzfristig mit dem Gedanken gespielt Architektur zu studieren. Auch wenn aus dem Studium nichts wurde und ich einen anderen Karriereweg eingeschlagen habe, beschäftige ich mich in meiner Freizeit durchaus mit der Thematik. Auf beruflicher Ebene, außerhalb von Instagram, gibt es allerdings noch keinen Zusammenhang. Aber wer weiß, was die Zukunft noch bringt...

Dass du deutsch sprichst, hat mich überrascht. Wo kommst du her und was hat dich dort hingeführt?
Komischerweise gehen viele davon aus, dass ich nicht deutsch spreche. Das hängt wohl mit dem englischen Namen zusammen. Ich bin im Süden von Deutschland geboren und fühle mich nach wie vor sehr wohl hier. Natürlich spielt man manchmal mit dem Gedanken, wie es wohl wäre im Ausland zu leben. Doch langfristig kann ich es mir aktuell nicht vorstellen auszuwandern oder wegzuziehen.

Wie würdest du deinen eigenen Stil/deine Wohnsituation beschreiben?
Es ist schwierig meinen eigenen Stil in Worte zu fassen. Grundsätzlich kann ich mich für fast alles begeistern. Wenn ich nach Möbelstücken im Internet suche, dann sind „space age, mid century, bauhaus, 70s interior“ Schlagwörter, welche ich durchaus öfters verwende.

Foto Credit unten: @metahaiku

Foto Credit oben: @metahaiku

Was hast du bei deiner intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema gelernt, was du uns mitgeben kannst? Gibt es ein paar Regeln oder Voraussetzungen, die dir immer wieder auffallen?
Meinungen und Geschmäcker sind verschieden und die subjektive Wahrnehmung für Ästhetik und Design ebenfalls. Also leben und leben lassen! Das Wichtigste ist, dass sich die Menschen in ihrem Zuhause wohlfühlen und das rückt auf Instagram oftmals in den Hintergrund. Man braucht kein Schloss um gut zu Leben und kein Vermögen für eine schöne Einrichtung. Oft sind es vor allem persönliche Gegenstände, wie kitschige Souvenirs von der letzten Reise, welche einem Raum und der Einrichtung im Allgemeinen, Ausdruck und Charakter verleihen. Interior-Design ist eine Kunst. Dafür gibt es kein Handbuch.

Hast du unter den 3000 Beiträgen auf deinem Profil Favoriten, die dir besonders im Gedächtnis geblieben sind?
Die Interior-Bubble ist wie eine große Familie und generell erlebe ich immer wieder, wie respektvoll der Umgang miteinander ist. Für mich persönlich ist es eine große Ehre, wenn sich Menschen an mich wenden und mir private Bilder von ihrem Zuhause senden. Daher möchte ich gar nicht anfangen eine Einrichtung über die andere zu stellen. Vielmehr möchte ich diese Möglichkeit nutzen, um mich bei Allen zu bedanken, die über die Jahre hinweg ein Teil der Community geworden sind. Ihr seid die größte Inspiration. Danke!

Foto Credit unten Reihe 1: links @davidjacob2013, rechts @kosi_arte_2.0
Foto Credit unten Reihe 2: links @rachelgerdes, rechts @nellabeljan

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